Europäischer Kongress
Energieforum Ostwestfalen-Lippe 2008
Effizienzlösungen für Industrie und Gewerbe
5. - 7. November 2008



Hochinteressante Eröffnung, gut besuchte Workshops
Steigende Energiepreise und ein verändertes Bewusstsein für die ökologische Verantwortung von Unternehmern lassen eine neue Ressource kontinuierlich an Bedeutung gewinnen: Energieeffizienz wird für Industrie und Gewerbe mehr und mehr zum Thema. Das ist die Quintessenz des "Energieforums Ostwestfalen-Lippe", das in diesem Jahr erstmals als Europäischer Kongress stattfand.
Die Botschaft des hochkarätig besetzten Podiums an die heimische Wirtschaft lautete: Energieeffizienz bringt Einsparungen bei der Produktion, erhöht die Marktfähigkeit der eigenen Produkte und kann sogar zur Erschließung neuer Märkte führen. Diese Chancen dürfe sich insbesondere der Maschinenbau nicht entgehen lassen. Aber auch andere Branchen bis hin zur Bauwirtschaft und dem Handwerk könnten von Effizienzgewinnen profitieren. Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) forderte gar „innerbetriebliche Energiemanager“ auszubilden oder einzustellen.
Politische Unterstützung kam bei diesem Thema aus Brüssel. Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Energieexpertin der SPD, wies darauf hin, dass die EU nicht nur Erneuerbare Energien fördere und bis 2020 den CO2 –Ausstoß deutlich senken wolle. Auch die Energieeffizienz von Geräten, Gebäuden und Produktionsprozessen solle bis dahin um 20 Prozent gesteigert werden. Erste Mitgliedsstaaten hätten bereits 2007 dazu konkrete Aktionspläne vorgelegt.
Wie dieses Ziel erreicht werden kann, erläuterte Patrick Lambert, Direktor der Agentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der Europäischen Kommission. Das Programm „Intelligent Energy Europe“ stelle von 2007 bis 2013 mehr als 700 Millionen Euro für Projekte in diesem Bereich zur Verfügung. Denn: „Europa muss wettbewerbsfähiger und innovativer werden.“ Erfolge seien bereits jetzt, im zweiten Jahr des EU-Förderprogramms, zu verzeichnen. Als Beispiel nannte er unter anderem die österreichische Firma EPCOS. Diese habe 135.000 Euro in die Verbesserung ihrer Energieeffizienz investiert. Dadurch spare sie jetzt jährlich 153.000 Euro – eine Amortisationszeit von deutlich unter einem Jahr. Lambert forderte die Unternehmen auf, Ideen für mehr Energieeffizienz zu entwickeln und Förderanträge schon für 2009 zu stellen. Dazu seien allerdings Partner aus zwei weiteren EU-Staaten nötig.
Präsentationen und Fachvorträge
Die Präsentationen der Workshops vom 6. November finden Sie in der Rubrik Downloads. Diese Seite wird von uns derzeit regelmäßig aktualisiert.
Kongressprogramm
Vom 5. bis 7. November 2008 veranstalteten Energie Impuls OWL gemeinsam mit der IHK Ostwestfalen und der IHK Lippe zum sechsten Mal das Energieforum Ostwestfalen-Lippe, den Fachkongress zum Thema Energieeffizienz in der Industrie.
Prominente Eröffnung
Wir freuen uns über die Zusage zur Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung:
- Mechtild Rothe MdEP, Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments
- Professor Dr. Gerhard Berz, LMU München, ehem. Leiter der GeoRisikoForschung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
- Patrick Lambert, Direktor der Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (Executive Agency for Competitiveness and Innovation)
- Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
- Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW
Europäischer Kongress
Angesichts des erfolgreichen Veranstaltungsverlaufes in den letzten Jahren hat unser Gründungsmitglied und Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Mechtild Rothe (SPD) angeregt, das erfolgreiche Konzept dieser Veranstaltung von dem bisherigen regionalen und nationalen Rahmen auf einen europäischen Adressatenkreis auszuweiten. Daher findet der Kongress in diesem Jahr auch mit der Unterstützung der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Intelligent Energy Europe“ statt.
Die Fabrik der Zukunft
Die Fabrik der Zukunft arbeitet mit höchster Energieproduktivität. Das heißt für die Unternehmen: Kostensenkung, Produkt- und Prozessoptimierungen. Zugleich zeigt das Unternehmen mit einem konkreten Beitrag zum Klimaschutz Verantwortung.
Unternehmen, die sich mit der eigenen Energieeffizienz beschäftigen, steigern im ersten Schritt die Energieproduktivität ihrer Prozesse. Das hier gewonnene technische Know-how und die zusätzliche Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann die Grundlage sein, im nächsten Schritt auch die Energieproduktivität der eigenen Produkte am Markt zu verbessern.
Mit dem Energieforum OWL unterstützen wir zusammen mit den Veranstaltern IHK Lippe zu Detmold und der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld Unternehmen, diesen doppelten Nutzen zu realisieren.








